Für Yoga Lehrende: 5 Ratschläge für gute Posts auf Soziale Netzwerke
16 MAR

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Für Yoga Lehrende: 5 Ratschläge für gute Posts auf Soziale Netzwerke

Wenn Patanjali einen Zugang zum Internet hätte, würde er vielleicht sein Yogasutra als E-Book veröffentlichen. Er würde schöne Bilder mit friedvollen Fotos auf Stock herunterladen, um auf diesen Bildern seine Leitfäden auf Instagram online zu stellen. Er würde höchstwahrscheinlich seine Ideen (ja, jedes Sutra ist im Grunde genommen eine Idee) auf Facebook und Twitter teilen.

Vielleicht würde er das tun, nicht weil er bekannt werden wollte, sondern weil er sich Mühe geben würde, um diese Welt und unser Leben zu verbessern und er als weiser Mensch verstehen würde: die Ideen bleiben nur dann lebendig (sprich nützlich und hilfreich), wenn sie geteilt und offen besprochen werden.

Als Yoga Lehrende haben wir mehrere Aufgaben: 

  • Auf der einfachsten Ebene sind wir Instruktoren zum Thema Haltung und Bewegung für ein Wohlfühlen (hier „einfach“ bedeutet nicht „oberflächlich“ oder „schlecht“. Die einfache Ebene ist nur etwas, was man am leichtesten und schnellsten sehen kann.)

  • Auf einer tieferer Ebene sind wir diejenigen, die anderen Menschen ermöglichen, regelmäßig ein friedvolles Treffen mit dem eigenen Selbst zu gestalten

  • Auf der tiefsten Ebene sind wir Mahner für Werte wie Menschlichkeit, liebende Güte und Gewaltlosigkeit. Auf dieser Ebene gehören wir zu den Kräften (wie auch Lehrer, Ärzte, Wissenschaftler, Philosophen, Künstler, Schriftsteller usw.), welche andere Menschen und so diese ganze Welt zum Besseren verändern können.

Jedes Bemühen, wichtige Kenntnisse weiterzugeben ist eine Übertragung von Ideen. Um die Ideen lebendig (nützlich und hilfreich) zu halten, brauchen wir einen gesunden, zwischenmenschlichen Austausch. Die Wahrheit der heutigen Zeit ist: die online-Präsenz gehört zu den besten Wegen, um einen gesunden Austausch von Ideen und Kenntnissen zu ermöglichen. Genau wie mit jedem anderen Prozess soll man mit der eigenen online-Präsenz sehr achtsam umgehen. Aber soziale Netzwerke sind nichts Böses oder etwas „Nicht-Yogisches“ per se. Wie jedes andere Instrument können die sozialen Netzwerke schlecht genutzt werden oder etwas Gutes und Sinnvolles bewegen.

Heute möchte ich mit euch 5 Ratschläge teilen, welche dir als Yoga-Lehrer oder Yoga-Lehrerin helfen können, soziale Netzwerke zu nutzen, um andere und letztendlich auch diese Welt zum Besseren zu verändern.

1. Es muss nur um sinnvolle Inhalte für deine Studenten gehen

Was für Sinn kreieren deine Yoga Stunden, Workshops oder Retreats? Welche Probleme hilfst du deinen Teilnehmern zu lösen? Was könntest du mit deinem Unterricht verbessern? „Die ganze Welt besser zu machen“ wäre eine zu allgemeine Antwort, also versuch zu bestimmen, für welche Gruppe der Menschen du arbeitest und arbeite für die gleiche Gruppe auch online.

Einsamkeit, Unsicherheit, Mangel an Selbstliebe und Selbstvertrauen – das alles kann in einer Yoga Praxis Schritt für Schritt entdeckt, akzeptiert und gelöst werden. Sprich darüber online und offline in einer Sprache, welche für deine Studenten verständlich und klar ist. Poste nicht einfach etwas, um Menschen an deine Existenz zu erinnern, sondern strahle etwas Nützliches mit jedem Post aus.

2. Fang bitte nicht an, deinen Körper zu zeigen

Egal, wie schön du bist, ein zu leicht bekleideter Körper auf sozialen Netzwerken wirkt unprofessionell und inhaltslos. Die Fotos im Bikini am Strand sind für die Victoria Secrets Werbekampagne schön. Aber um solche Fotos zu machen, kommen die besten Kräfte der Modebranche zusammen, darüber hinaus kreieren diese Fotos einen bestimmten geschäftlichen Sinn – den Wunsch, die Bikinis zu kaufen.

Was ist der Sinn eines Yoga-Fotos, wo eine Haltung gezeigt wird? Als Yoga-Lehrende möchten wir zeigen, dass wir als Instruktoren zum Thema Haltung und Bewegung für ein Wohlfühlen kompetent sind. Erfüllt ein Foto am Strand mit dem leicht bedeckten Körper diesen Sinn? Ich bin überzeugt, dass ein Foto in einer Yoga-Haltung (und in einer passenden Yoga- oder Sportkleidung) mit genauen Kommentaren über Ausrichtungsprinzipien diesen Sinn viel besser erfüllt.

Selbstverständlich sollen wir als Yoga-Lehrende auch menschliche Werte verbreiten (tiefere Aufgabe zu erfüllen), aber dafür könnte man kurze bewegende Gedanken teilen, also ergibt ein Spagat im Schwimmanzug wieder keinen Sinn.

3. Nutz die passenden sozialen Netzwerke für die passenden Inhalte

  • Instagram: kurze bewegende Sprüche und Fotos mit Sinn

Ein Instagram-Profil ist unschlagbar, um kurze, bewegende Gedanken zu verbreiten. Diese Plattform ist nicht höchsteffizient, wenn du z.B. einen Link zum Blog-Artikel gibst, weil die Nutzer die Plattform gar nicht verlassen wollen, um zu einer anderen online-Seite zu springen. Auf Instagram kannst du einen guten Sinn mit einem kurzen plakativen Spruch übertragen.

  • Facebook und Twitter: eine Einladung für die Nutzer zu deinem Inhalt

Facebook gemeinsam mit Twitter sind ausgezeichnet, um den Weg zu deinen sinnvollen Inhalten bekannt zu geben – z. B. einen Blogartikel, wenn du einen Link zum Artikel postest.
Videos sind gut für Facebook und für Instagram, aber achte darauf, dass Instagram ein besonderes Format für Videos braucht. Die Nutzer der beiden Netzwerke browsen meistens ohne Ton und so wären Untertitel sehr hilfreich.

  • Du als Held/in in sozialen Netzwerken

Deine Fotos machen deine Botschaften persönlicher und geben die Möglichkeit, dich ein wenig kennenzulernen, aber in erster Linie soll es immer um deine Botschaften gehen.

Beispielsweise kreiert allein ein Foto im Handstand keinen großen Sinn – alle Yoga-Haltungen sind schon längst „promoted“ und jede Asana ist ein Rock-Star. Nur ein Foto in der Haltung wirkt genauso wie ein Foto mit einem Prominenten: „oh, sie möchte zeigen, wie cool sie ist“ – man wird das Foto bemerken, aber es ist eine peinliche Aufmerksamkeit.

Zusammenfassung für Ratschläge 1 - 3:

4. Keine Werbung, sondern ein ständiges Informieren

Wenn du einen Workshop gibst oder mit einer neuen Klasse beginnst, sollst du unbedingt deine potenziellen Teilnehmer informieren, wie kompetent du mit dem Thema umgehen kannst.

„Aha, für einen Workshop zum Thema „Rückbeugen“ poste ich ein Foto auf Facebook, wo ich meine Ferse mit dem Kopf berühre, alle werden es sehen und sofort verstehen – ich bin die richtige Person, um das zu unterrichten!“ – ist ein üblicher Fehler. Vorsicht damit, dein Foto soll keine überkomplizierte Version der Haltung zeigen, weil so viele Teilnehmer einfach abgeschreckt werden können.

Viel mehr Nutzen und Sinn würde ein Post erhalten, wo du eine Rückbeuge machst, welche für die Mehrheit der Teilnehmer auch machbar ist. Schreib dazu im Kommentar, wie man sicher eine Rückbeuge üben kann. Wenn du einen kurzen online-Artikel mit dem Sinn „sichere Rückbeugen: wie man sie aufbaut und wie sie auf emotionaler Ebene wirken“ schreiben könntest, wäre es noch besser.

Selbstverständlich ist es empfehlenswert, ein oder zwei Posts als direkte Information über Zeit und Adresse des Trainings zu geben, aber solche Posts dienen eher als Zusatzinformationen.

5. Sei du selbst – nur dein wahres Gesicht ist authentisch

Dein Yoga-Unterricht kann nur dann etwas im Teilnehmer bewegen und überdurchschnittlich sein, wenn du vom Herzen sprichst und die Themen bearbeitest, welche für dich groß und bedeutsam sind.

  • Wenn du in deinem tiefsten Herzen verstehst, wie wichtig es ist zu vergeben – mach das zum Thema deiner Yoga-Stunde.
  • Wenn Achtsamkeit dein Leben verbessert oder sogar gerettet hat – unterrichte achtsames Bewegen und gib eine Meditationserfahrung in deiner Klasse.
  • Wenn du immer wieder mit der eigenen Unsicherheit konfrontiert bist – versuch eine Sequenz zu gestalten, wo die Teilnehmer eine Herausforderung bekommen und alle gemeinsam es schaffen, diese Herausforderung erfolgreich zu bestehen.

Schau achtsam nach innen, geh deinen authentischen Weg weiter, beobachte deine eigene Veränderung und sei Inspiration, um persönliche Schwierigkeiten zu erkennen und zu überwinden.

Zusammenfassung für Ratschläge 4 - 5: 

Zum Schluss: ein achtsames Bauen ist viel wichtiger als ein perfektes Gebäude

Wir sind nie perfekt und wir sollen auch nie perfekt werden, unsere innere Welt ist die meiste Zeit eine große Baustelle, wo wir fleißig arbeiten sollen, um sie trotz aller Imperfektionen aufrecht zu halten. Ein achtsames Bauen ist viel wichtiger als ein perfektes Gebäude.

Was für Erfahrung hat Patanjali gemacht, bevor er sein Yogasutra verfasst hat? Wenn er Internet hätte, würde er uns darüber mit kurzen, sinnvollen Posts ehrlich und authentisch berichten. Es wäre schön, seine sinnvollen Updates zu lesen.

85% meiner Zeit arbeite ich für Yoga-Lehrende und noch 15% unterrichte Meditation für alle. Mein Sinn beim Yoga Unterricht ist, dich und andere Lehrer/rinnen zu unterstützen, eure Talente und Fähigkeiten zu entfalten und euren Unterricht aufblühen zu lassen. Ich würde mich freuen, deine Gedanken online zu lesen.
Jeder Austausch mit euch ist unbezahlbar, du kannst mich immer leicht erreichen: connect@satitias.com
Danke dir! Danke euch!

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