Alles über Yogastile.
Teil II
01 OCT

3 Minuten zu lesen
In diesem Blog möchte ich die Übersicht über die verschiedenen Yogastile fortsetzen. Sie sollen für dich ein Navigationsinstrument sein, um dich in der gegenwärtigen Yogalandschaft zurecht zu finden.

In Teil I habe ich erklärt, was Hatha Yoga ist und habe die klassischen Wurzeln des modernen Yoga wie Ashtanga und Iyengar erklärt. Dieses Mal lade ich dich ein, zwei andere, klassische Traditionen – Kundalini und Sivananda Yoga – näher zu betrachten.

Kundalini Yoga = es geht um Energie

Es ist allgemeiner Glaube in Yoga und anderen östlichen Traditionen, dass jede/r von uns 7 Chakras entlang der Wirbelsäule hat. Chakras können als unsichtbare „Organe“ verstanden werden, die als Zentren der Energiezirkulation dienen. Fast jeder Yogastil beruft sich mehr oder weniger auf Lebensenergie und Chakras.

Bei Kundalini jedoch geht es darum, wie wir mit der Energie in unserem Körper umgehen. In dieser Yogatradition haben alle mentalen, körperlichen und Atmungsübungen die Aufgabe, die Energie (Kundalini) von dem tiefsten Chakra Muladhara bis zum höchsten Chakra Sahasrara zu bewegen. Wir nennen es „Kundalini wecken“, denn wir glauben, Kundalini schläft im tiefsten Teil unserer Wirbelsäule.

Die sogenannte nicht-dualistische Sichtweise dient als philosophische Basis für Kudalini Yoga. Dabei glaubt man, dass eine persönliche Seele (Atman) sich mit der kosmischen Seele (Brahman) vereinigen muss. Ich erlaube mir hier, die Bedingungen einer solchen Vereinigung in einfachen Worten zu erklären: Es passiert, wenn die Kundalini Energie das höchste Chakra erreicht. Atman und Brahman werden als das einzige Wesen gesehen. Deshalb wird diese Sichtweise als nicht-dualistisch bezeichnet (nicht zwei Wesen, sondern ein Wesen) Wenn du deine Sensibilität für Energien erweitern möchtest, so kann Kundalini Yoga eine interessante Reise in deinem Leben spielen.

Du sollst aber eine passende Schule und passende Lehrer/innen suchen. Wenn du dich mit dem kosmischen Geist vereinigen möchtest, sollst du auch gefasst darauf sein, mehr als seltsame Angebote zu finden. (Ich plane einen Blog über dieses wirklich wichtige Thema und werde dabei auch die Merkmale von vertrauenswürdigen Yoga- und Meditationslehrer/innen beschreiben, bleib also dran!)

Sivananda Yoga – Yoga für alle Facetten des Lebens

Ein weiterer klassischer Yogastil – benannt nach seinem Gründer Swami Siwananda Saraswati (1887-1963). Er war Mediziner, der nach jahrelanger Yogapraxis ein Haus für intensive Yogastudien (Ashram) gründete. Sein Zugang zu Yogastudien beinhaltet eine Synthese von Yogapraktiken:

  1. Körperliche Übungen (Hatha Yoga)
  2. Ethische Regeln und mentale Praktiken (Raja Yoga)
  3. Studium von Yoga-bezogenen Texten (Jnana Yoga)
  4. Selbstloser Dienst (Karma Yoga)
  5. Fromme Rituale und Gesang (Bhakti Yoga)

Die klassische Übungsabfolge in der Sivananda-Tradition umfasst 12 Positionen (Asanas). Heute ist Sivananda Yoga in weiten Teilen Europas verbreitet und wird in mehreren Zentren gelehrt, darunter im größten europäischen Ashram – Yoga Vidya. Hier kannst du in die Langsamkeit des Ashramlebens eintauchen, du kannst alle oben erwähnten Praktiken an einem sicheren Ort ausprobieren und studieren. Wenn du offen genug bist für die Mischung aus Esoterik und indischer Kultur innerhalb der Mauern eines damaligen Sanatoriums, so ist es wert, es zu probieren.

Bald!
In meinen nächsten Blogs werde ich moderne Yogastile im Überblick präsentieren, relativ neue, hauptsächlich von Menschen aus der westlichen Welt entwickelte Stile. Lass dich nicht von der Idee täuschen, dass reines und wirkliches Yoga-Wissen nur in Indien erworben werden kann. Einige der modernen Yogastile sind wirkliche Schätze voller großer Ideen, voller überarbeiteter Philosophie und neuen Positionen. Aber natürlich: Hab Spaß an Yoga – welchen Stil auch immer du bevorzugst!

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