Wenn es dich stört – lass es los!
20 OCT

4 Minuten zu lesen

Warum ist es so wichtig?

Seien wir ehrlich: für die meisten von uns ist das Leben nicht eine schöne Reise, sondern ein ziemlich schlechter Weg voller unangenehmer Erfahrungen. Manchmal fühlen sich Tage, Monate, und sogar Jahre an, als ob unsere Reiseroute nur aus Orten bestünde, die „erniedrigende Konversationen“, „unehrliche Urteile“ und „schmerzliche Brüche“ genannt werden. Wir denken oft, dass wir glücklos, undiszipliniert und nicht gut genug für etwas Besseres seien… Es hat jedoch nichts mit Disziplin oder Schwäche zu tun. Um unsere Reiseerfahrung zu verändern, brauchen wir nur einen kleinen Trick, der „die Kunst des Loslassens“ genannt wird. Dieser Blog beschreibt fünf einfache Schritte, wie du die Kunst des Loslassens in dein tägliches Leben einbauen kannst.

Schritt 1: Erkenne, was dich stört

Weißt du, wo deine Geldtasche ist? Erinnerst du dich daran, wo du dein Auto geparkt hast oder wo du dein Fahrrad abgestellt hast? Normalerweise tragen wir in uns die nötigen Informationen, die es uns ermöglichen, uns in unserer Welt zu bewegen, unser Leben aufrecht zu erhalten und sogar noch gut auszusehen. Interessanterweise können wir aber gänzlich verwirrt werden durch die Frage: Was hast du gerade auf dem Herzen? Was dominiert deine Gedanken? Wer kann dich emotional bewegen und in welche Richtung? Die Fähigkeit solche Fragen zu stellen und zu beantworten ist eine wesentliche: Je früher wir erkennen, was uns stört, desto leichter können wir loslassen. Deshalb sollten wir achtsam sein.

Achtsamkeit ist eine engagierte Lebensart, bei der wir beobachten und herausfinden können, was in unserem Geist und in unserem Herzen gerade vorgeht. Wie ist man achtsam? Nimm dir ein paar Minuten Zeit, deine Atmung zu beobachten. Dabei wirst du Emotionen und Gedanken aufkommen sehen, finde ihre Verbindungen heraus und bemerke deine Reaktion darauf. Störendes ist unerfreulich. Das wirst du leicht und schnell bemerken. Das Ergebnis dieser Beobachtung ist der nächste Schritt:

Schritt 2: Verstehe, warum es so störend ist

Nehmen wir an, du kommunizierst mit jemand und diese Kommunikation macht dich nicht glücklich, weil sie deine Erwartungen nicht erfüllt oder zu viele negative Emotionen beinhaltet. Bitte beachte, dass wir mit einer solchen Herangehensweise keinen „Krieg“ mit einer bestimmten Person im Privat- oder Berufsleben führen, weil deine Erwartungen deine persönliche Entscheidung sind, genauso wie deine Emotionen deine eigenen kognitiven Vorgänge sind.
Gestehe einer anderen Person immer das Recht zu, Erwartungen, Glaubensansätze und Wünsche zu haben, die mit deinen eigenen nicht übereinstimmen – das ist die Basis des Loslassens. Wenn du dies tust, dann wirst du achtsam handeln und trotzdem deine eigenen gesunden Grenzen behalten und nicht zulassen, dass die Ansichten anderer dich herabwürdigen.

Schritt 3: Trenne dich in Freundlichkeit

Dieser Schritt ist normalerweise ein schmerzlicher. Es ist unwichtig, wie weit wir in unserer Selbsterkenntnis und in unserer liebenden Freundlichkeit gekommen sind, wir tendieren dazu, an Personen und Situationen zu hängen, die uns emotional an uns herankommen. Wenn wir uns von der Person verabschiedet haben, bleibt dem Geist kein Objekt, um das herum er unangenehme oder angenehme Gedanken kreisen lassen kann. Es wirkt auf den Geist genauso, als würde man einem Kind sein Spielzeug wegnehmen: es wird protestieren und weinen. Sei also darauf vorbereitet, viel denken zu müssen.

Unter „Trennung“ verstehe ich nicht, jemandem ein Glas Wein ins Gesicht zu schütten. Es gibt viel smartere Strategien, um eine Trennung zu bewerkstelligen:

  • Eine Selbst-Bereitschaft, sich emotional von der Situation, in der du dich befindest, zu trennen (um diese Bereitschaft zu fühlen, musst du eine Verbindung mit deinem eigenen Selbst aufbauen – hier brauchst du Achtsamkeit)
  • Eine Neuorganisation der Beziehung zu der Person: das könnte ein Rollentausch, eine Verhaltensänderung oder eine Veränderung der üblichen Reaktion sein.

Und natürlich die radikalste, aber manchmal einzig mögliche Lösung:

  • Ein kompletter Abbruch der Kommunikation: meist ist dies im Berufsleben nicht möglich, deshalb solltest du versuchen, in der Arbeit die zwei ersten Möglichkeiten anzuwenden.

Schritt 4: Lass den Nachgeschmack selbst laufen

Der Trick ist: je weniger Durcheinander du schaffst, wenn du die Situation verlässt, desto weniger shclechten Nachgeschmack hast du. Erklärungen sind hilfreich. Welche Trennungsstrategie auch immer du gewählt hast, du solltest der Person freundlich erklären, was du tust und warum du es tust. Nehmen wir an, du trennst dich von einem Arbeitgeber, der deine Erwartungen nicht erfüllt hat. Erkläre deinen Schritt ohne Schuldzuweisung oder Beleidigung.

Egal ob du schreibst oder sprichst, versuche folgende Schritte durchzugehen:

  • Beginne mit den positiven Erfahrungen, die du bisher gemacht hast (es gibt immer irgendeine positive Erfahrung, auch wenn du alles hassen willst!)
  • Danke der Person für diese Erfahrungen
  • Erkläre, warum deine Erwartungen nicht erfüllt wurden und sag, dass es dir Leid tut
  • Sei freundlich aber bestimmt, wenn du deine Entscheidung mitteilst,

denn auf diese Weise kümmerst du dich um dich selbst und um deine Interessen auf eine freundliche Art Diese einfache Art eine Verbindung abzubrechen wird dir helfen, unnötige innere Bürden zu vermeiden, die länger andauern könnten als jede unangenehme Situation oder jedes unangenehme Gespräch, das einen Abbruch der Verbindung nach sich zieht.
Wenn du einen Nachgeschmack des Verbindungsabbruchs spürst, versuche zu beobachten, was in deinem Geist und in deinem Herzen vorgeht. Dies ist ein dauernder Prozess. Der schlechte Nachgeschmack wird mit der Zeit verschwinden und du wirst dein Verhalten betreffend zuversichtlich sein – es war kein kindisches Beschuldigen, sondern ein respektvoller Zugang zu deinem eigenen Leben.

Schritt 5: Übe weiter mit Dankbarkeit

Du wirst lernen, wenn du etwas tust. Dein Leben wird dir weitere Chancen geben, etwas loszulassen. Kümmere dich um deine Verbindungen, halte sie in Ehren, lass deine Türen länger offen, aber wenn dich etwas hinunterzieht – lass es los.

Versuche, dich immer an die fünf Schritte zu erinnern und gleite nicht in ein unglückliches Durcheinander hinein. Denk daran, auch anderen das Recht zu geben, Erwartungen, Glaubensansätze und Wünsche zu haben, die nicht mit deinen übereinstimmen.

Es geht nicht darum, deine eigenen Gefühle und Emotionen abzustellen, sondern sie in einer anderen, günstigeren Situation erblühen zu lassen und sie in einer schmerzlichen Situation auf intelligente Weise loszulassen. Sei dankbar für die Erfahrung, sie ist immer ein wertvolles Geschenk.

Zurück zu Reiseerfahrung Wenn du lernst loszulassen, so wirst du sehen, dass „erniedrigende Konversationen“ auch „Missverständnisse“ genannt werden können, dass „unehrliche Urteile“ auch „laute Gedanken des Sprechers über sich selbst“ genannt werden können. „Schmerzliche Brüche“ können zu „großer Erleichterung in der Vergangenheit für eine helle Zukunft“ werden.

Du musst nichts künstlich verbessern, um gut genug für ein großartiges Leben zu sein. Die Verbesserung wird ihren Platz mit deinem achtsamen Umgang mit dir selbst und anderen finden.

Nächstes Mal…

Ich lade Euch ein über Egoismus und Selbstliebe nachzudenken.

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